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  • Roger Jud Eggenberger

Die Lichter sind aus!

An der Tambourenstrasse 30-36 sind gestern Mittwoch 3. April 2019 die Lichter endgültig ausgegangen. Die letzten Mieter haben ihr Zuhause nach teilweise über 20 Jahren verlassen müssen und sind nun dabei, sich an einem neuen Ort einzuleben. Die einen kommen sich entwurzelt vor, andere haben die Gelegenheit genutzt, eine neue Wohnform zu finden oder ihren über Jahre angesammelten Hausrat zu entrümpeln. Wie auch immer die Geschichte jedes einzelnen Menschen, der an der Tambourenstrasse gewohnt hat weitergehen mag, sie haben ein Stück zu Hause verloren.


Dass es zu einem Abbruch der Liegenschaft kommt, ist auf die Bewirtschaftung früherer Eigentümer zurückzuführen. Diese haben aus der im Jahr 1969 erbauten Liegenschaft während 50 Jahre Profit gezogen. Die Investitionen und der Unterhalt wurden aus Kostengründen auf ein Minimum reduziert. Dies hat dazu geführt, dass eine Sanierung der vernachlässigten Bausubstanz nicht mehr möglich war. Eigentlich schade, denn so haben 24 Familien ein kostengünstiges Zuhause verloren.



Dass es auch anders geht, haben wir mit unseren Mehrfamilienhäusern im Baulos 2 an der Schorenstrasse 26-52 bewiesen. Diese stammen aus einem ähnlichen Baujahr (1964) und wurden regelmässig unterhalten und teilsaniert. So ist dort auch nach über 50 Jahren noch immer kostengünstiger und attraktiver Wohnraum verfügbar.


Als Wohnbaugenossenschaft setzten wir uns nun auch an der Tambourenstrasse 30-36 für bezahlbaren, attraktiven und nachhaltigen Wohnraum ein.


Heute beginnt an der Tambourenstrasse 30-36 / Baulos 4 die Schadstoff-Sanierung. In allen Liegenschaften, die vor 1990 gebaut wurden, muss mit Asbest gerechnet werden. Dieser muss nun zum Schutz der Arbeitnehmer (Bauarbeiter) fachmännisch entsorgt werden. Für die umliegenden Nachbarn besteht definitiv keine Gefahr. Die SUVA stellt ausführliche Informationen zur Verfügung.

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